Black Friday – Sonderangebote auch in Österreich

 

Juhu, lasset die Amerikanisierung Österreichs voranschreiten! Dass der Muttertag aus den USA importiert wurde, weiß heute kaum noch jemand. Und der Valentinstag als Tag der Liebenden und der frohlockenden Floristen, zu dem man dem Blumenhandel traditionell den Tageshöchstumsatz des Jahres beschert, hat sich auch bald vollends eingebürgert. Seit kurzem haben wir - dank der Klarstellungen zum Vermummungsverbot - selbst von staatlicher Seite bestätigt, dass sogar Halloween zum traditionellen österreichischen Brauchtum zählt. Höchste Zeit also, dass wir uns wieder einen neuen „Feiertag“ zu eigen machen. Überlegen, welcher das sein könnte, müssen wir gar nicht. Das hat die Wirtschaft schon für uns erledigt. Auf der Liste stehen der Black Friday und der Cyber- Monday.

 

Beide haben gute Chancen von der indigenen Bevölkerung übernommen zu werden, bieten sie doch ausgezeichnete Anknüpfungspunkte an bereits tief verwurzelte heimische Verhaltensweisen. Schon seit zigtausend Jahren sind die Menschen auf dem Gebiet des heutigen Österreich Jäger und Sammler gewesen. Zwar wurden sie vor etwa 7500 Jahren in Mitteleuropa sesshaft, doch haben sich die archaischen Lebensweisen im Rabattmarkerlsammeln und Schnäppchenjagen bis in die heutige Zeit erhalten und erfahren derzeit sogar eine neuerliche Blüte. Beste Voraussetzungen also um den Black Friday als typisch österreichischen Brauch zu adaptieren und fortan zu zelebrieren.

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So soll es sein: Diese zwei jungen Österreicherinnen sind schon versierte Zelebrantinnen des Black Fridays. Die Arme festlich behängt mit den bereits erstandenen Schnäppchen, verrrät ihr unkritisch-euphorischer Blick das vollkommene Aufgehen im Ritus des Kaufrausches.  

 

Da die meisten von uns in der Schule leider noch gar nichts über den Black Friday gelernt haben, man aber im Kennen der eigenen Kultur sattelfest sein sollte, hier ein kleiner Crash-Kurs, was der Black Friday ist, was er bezweckt und wie man ihn am besten begeht. (Ganz ehrlich, wer hat bei Black Friday zuerst an den Börsencrash von 1929 gedacht?)


Black Friday – erklärt in 90 Sekunden

Der Black Friday ist ein Fenstertag, der in den USA gerne als Gelegenheit wahrgenommen wird, um Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Er folgt auf Thanksgiving, einer Art nationalisiertem Erntedankfest, das immer tags zuvor, am vierten Donnerstag im November gefeiert wird. Viele Geschäfte und Handelsketten bieten am Black Friday spezielle Rabatte, Aktionen, oder sonstige Kaufanreize für die Kunden, um am Umsatzkuchen mitzunaschen. Im Laufe der Jahre steigerten sich diese Sonderangebote immer mehr. Stetig versuchten sich die diversen Konkurrenten im Einzelhandel zu übertrumpfen, und so wurde der Tag dafür bekannt, dass es an ihm unglaubliche und einmalige Wahnsinnsangebote gibt, auf die man sonst das ganze Jahr, oder gar das ganze Leben lang vergeblich warten würde.

 

Wann ist Black Friday?

Grob gesagt Ende November. Genauer gesagt ist der Black Friday immer am Freitag nach dem vierten Donnerstag im November. Das tatsächliche Datum variiert daher leicht, wie man nachfolgend an den genauen Daten der Jahre 2017 bis 2023 sieht:

 

2017 24. November
2018 23. November
2019 29. November
2020 27. November
2021 26. November
2022 25. November
2023 25. November

 

Woher kommt der Name Black Friday?

Kurze Antwort: Man weiß es nicht genau.
Es gibt einige Vermutungen. Eine besagt, es käme davon, dass sich früher die Arbeiter an diesem Tag fälschlicherweise krank gemeldet haben, um einkaufen zu gehen. Eine andere meint, es käme von den schwarzen Zahlen, die die Händler an diesem Tag schreiben würden. Ebenfalls im Umlauf ist die Meinung, das Schwarz beziehe sich auf die vom Geldzählen verfärbten Hände der Händler. Und recht häufig hört man, das „Black“ beschreibe den Anblick der Menschenmassen in Einkaufsstraßen und Shopping Centern.

 

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Eine Theorie unter vielen: Das "Schwarz" im Black Friday beschreibt die Farbe der Menschenmassen, die sich in oft dunkler Winterkleidung durch das Grau der Einkaufsstraßen bewegen.
 

Welchen Zweck hat der Black Friday?

Sein Zweck ist klar: Er soll den Umsatz ankurbeln. Das funktioniert auch wunderbar. Der Mythos der Superschnäppchen, bei denen man gefühlt fast einen Verlust macht, wenn man nicht zuschlägt, ist ungebrochen. In einer Zeit in der immer mehr Menschen „shoppen“ als sinnstiftendes Hobby nennen, wird der Black Friday zum kapitalistischen Feiertag hochstilisiert. Doch ist er das wirklich?


Während in Amerika die Sonderaktionen vornämlich in den physischen Geschäftslokalen angeboten werden, war der Black Friday hierzulande bislang vor allem online präsent. Der stationäre Einzelhandel holt aber kräftig auf, und wer dieses Jahr am Black Friday durch die Shopping Center streift wird sicherlich von ihm Notiz nehmen. Egal ob im Geschäftslokal oder Online, die angeblichen Schnäppchen sind oft keine.

 

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Screenshot der Internetseite www.blackfridaysale.at. Sie gehört der Black Friday GmbH, die darauf angibt, Lizenznehmnerin der geschützten deutschen Wortmarke "Black Friday" zu sein.

 

Der Kundennepp mit dem Rabatt

Hier drei Beispiele für "sensationelle Schnäppchen" am Black Friday, die gar keine sind.

1. Der UVP-Schmäh

Die drastischen Rabatte relativieren sich oft recht schnell, sieht man sich an, auf welchen Statt-Preis sie sich beziehen. Dieser ist in den seltensten Fällen ein tatsächlich zuvor verlangter Preis, sondern sehr häufig der UVP (=unverbindlicher Verkaufspreis). Dieser vom Hersteller oder Importeur empfohlene Weiterverkaufspreis an den Verkäufer ist in der Regel sehr hoch angesetzt, und wird im Normalfall seltenst auch tatsächlich von den Kunden verlangt.
Ein Beispiel für den UVP-Schmäh: Die Kompaktkamera XY besitzt einen vom Hersteller ausgedachten UVP von 100 Euro. Im Geschäft wurde sie bei Neuerscheinung für 80 Euro ausgepreist, später für 70 Euro, und seit Monaten wird sie nun in der Regel für 65 Euro angeboten. Am Black Friday wird sie für 60 Euro angeboten, darüber prangt in großen Lettern „minus 40%“.

2. Das Auslaufmodell

Besonders gerne werden Produkte angepriesen, deren Nachfolgemodell schon in den Startlöchern scharrt. Solche, bei denen in den kommenden Tagen oder Wochen ohnehin mit einem kräftigen Preisabfall zu rechnen ist, und die raus aus dem Lager müssen, bevor sie zu Vertretern der nächsten Kategorie an Sonderangeboten werden.

3. Der Ladenhüter

Der Black Friday ist eine willkommene Gelegenheit die alten Ladenhüter endlich loszuwerden. Platz ist Geld und um die wertvolle Verkaufsfläche frei zu bekommen, werden gerne sich nur schleppend verkaufende Produkte rabattiert. Die sparwütigen Kunden im manischen Schnäppchenmodus sind am Hochfest des Gelegenheitskaufs geneigt, sogar derartige Waren zu kaufen. Hauptsache man hat irgendwas gekauft, denn ein Black Friday ohne einen Einkauf ist wie Weihnachten ohne Geschenke. Wer am Black Friday shoppen geht und mit leeren Händen nach Hause kommt, hat den Sinn dieses Feiertages nicht verstanden. Das ist zumindest die Botschaft, die sich ins Konsumentenhirn einzubrennen hat. Wenn das passiert hat man als Kunde versagt!

 

Fazit

Der Black Friday ist eine tolle Gelegenheit, ein Produkt, das man ohnehin kaufen wollte, an diesem Tag womöglich nochmals günstiger zu erstehen. Eventuell findet man auch tatsächlich ein gutes Schnäppchen. Generell ist aber Wachsamkeit geboten. Die meisten Superaktionen sind keine wirklichen, und je unglaublicher ein Angebot scheint zu sein, desto kritischer sollte man hinterfragen, weshalb das so ist. Händler sind Händler und mutieren nicht plötzlich für einen Tag zu Altruisten.

Soweit, so ehrlich. Die kleine Einführung in den Black Friday ist hiermit beendet.

 

Black Friday auf Kommunalbedarf.at

Jetzt fragen Sie sich womöglich, was es nun mit den Angeboten auf Kommunalbedarf.at auf sich hat? Dazu folgendes: Natürlich gibt es auch auf Kommunalbedarf.at spezielle Kurzzeitaktionen. Auch wir wollen unseren Kunden etwas bieten. Wir haben uns Gedanken gemacht und bieten Österreichs Gemeinden in mancher Hinsicht absolute Sonderkonditionen. Allerdings ist uns die langfristige Kundenzufriedenheit am allerwichtigsten! Daher verzichten wir darauf, uns in den Wettbewerb um die spektakulärsten Megadiscounts zu stürzen. Dubiose „minus 90%“-Aktionen kommen für uns nicht in Frage. Stattdessen bieten wir unseren Kunden faire Aktionsangebote, und zwar auf Top-Produkte, und nicht auf die auszumusternde Ware. Bewahren Sie trotz Black Fridays einen kühlen Kopf, vergleichen Sie unsere Preise, und Sie werden selbst feststellen, dass Sie auf unsere Angebote vertrauen können.

Übrigens, falls Sie keine Lust haben, dem werbediktierten Black Friday-Wahn zu verfallen, schauen Sie doch einfach an einem andern Tag bei uns vorbei. Unsere Waren sind nämlich ebenso wie die dazugehörigen Preise das ganze Jahr über attraktiv. :-) 

 

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